Skulpturen-Ausstellungen

SKULPTUREN-SOMMER 2020/21

Die Dresdner Bildhauerschule von Ernst Rietschel bis heute

Aktuell: Kolloquium am 25.9.2021 ab 11 Uhr in der Ausstellung

Ausstellung  in den Festungsanlagen des Schlosses Pirna

 von Pfingstsamstag bis 27. September 2021

Mi. - So. von 13 - 17 Uhr

Eingang:  Schloßterasse/ Biergarten

 


Im Jahr 1832 trat Ernst Rietschel die Professur an der Kunstakade- mie Dresden an und begründete damit die Dresdner Bildhauer- schule.

Nach der Zeit der Schüler Rietschels, zu Beginn des 20. Jahrhun- derts, flossen neue Strömungen in die Kunst ein. Der Einfluss Auguste Rodins, der Expressionismus oder die Neue Sachlichkeit prägten die Bildhauerei. Nach dem zweiten Weltkrieg entstand eine Zeit mit zwei verschiedenen Kunstauffassungen in West- und Ostdeutschland, die sich nach der Wiedervereinigung 1989 im Lehrkörper der Dresdner Hochschule für Bildende Künste gegenüberstanden.

Der Pirnaer Skulpturensommer ist die erste Ausstellung, die bekannte Lehrerpersönlichkeiten in ihrem Wirken an der Dresdner Kunsthochschule zusammen in einer Schau vorstellt. Dabei zeichnen sich Themen ab, wie Macht und Ohnmacht, Zerstörung und Aufbau, Tugenden und Abgründe des Mensch- Seins bis hin zu Verehrung von Persönlichkeiten.

Ernst Rietschel took up a professorship at the Dresden Academy of Fine Arts in 1832, and proceeded to found the Dresden School of Sculpture. In the early 20th century, after the time of Rietschel’s students, the arts were constantly opening up to new trends and ideas, and sculpture was marked by the influence of Auguste Rodin, Expressionism and New Objectivity. After World War II, a period emerged where again two different conceptions of art arose in West and East Germany, which came face-to-face in the faculty of the Dresden Academy of Fine Arts following reunification in 1989.

The Summer of Sculpture is the first exhibition to present a joint display of the work of the famous teachers at the Dresden Academy of Fine Arts. The themes here include power and powerlessness, destruction and reconstruction, the virtues and worst traits of human beings and the cult of personality.

 

Fotos  auch der Bildergalerie von Jens Dauterstedt/Pirna

 

Foto: Jens Dauterstedt
Karl Albiker ∙ Giulietta,1918 Bronze, 64,5 cm,
Blick in den ersten Turm auf die Statueten : Goethe-Schiller, Weber, Lessing von E. Rietschel
Blick in den ersten Turm auf die Statueten : Goethe-Schiller, Weber, Lessing von E. Rietschel

KünstlerInnen: Ernst Rietschel, Ernst Julius Hähnel, Johannes Schilling, August Schreitmüller, Georg Wrba, Karl Albiker, Eugen Hoffmann, Hans Steger, Gerd Jaeger, Walter Arnold, Arnd Wittig, Helmut Heinze, Ursula Sax, Klaus Schwabe, Klaus-Michael Stephan, Detlef Reinemer, Martin Honert, Barbara Wille


Veranstaltungen


Helmut Heinze vor eigener Figur in Decin
Helmut Heinze vor eigener Figur in Decin

Fachführungen

25.9.2021 um 11Uhr

mit Kristof Grunert

Mit den Fachführungen wollen wir verschiedene Aspekte der Ausstellung näher beleuchten und Sie tiefer bekannt machen mit den dahinter stehenden KünstlerInnen aber auch Ihrer Haltung und Arbeitsweise. 

 

Kosten : 12/10 Euro ermäßigt

Eingang: Schlossterasse des Schlosses Sonnenstein Pirna/Schänke

 

 


Erinnerung und Dank an  Annette Jahns

 

Annette Jahns, Opernsängerin und Opernregiesseurin führte seit nun mehr 7 Jahren mit eigens erstellten musikalischen Choreografien durch die Ausstellung. Es war ein ganz besonderes Erlebnis, wenn sie im Dialog mit den Skulpturen stand und diese scheinbar zum Leben erweckte. Annette Jahns starb im Sommer dieses Jahres nach schwerer Krankheit.

 

 

 

 


Symposium

 Kolloquium zur Ausstellung in Pirna

„Die Dresdner Bildhauerschule von Ernst Rietschel bis heute“

Seit 2013 gibt es in den Bastionen der Festung Sonnenstein jährliche Präsentationen bildhauerischer Arbeit. Der außerordentliche Ort der einstmals wehrhaften Bastionen mit offenen Sichtachsen auf das Stadtzentrum ermöglicht es, die Inszenierung von Beziehungen der ausgestellten Objekte mit deren Bedeutung für öffentliche Räume zu verbinden. Aktuell ist bis 26. September 2021 in einer historischen Gegenüberstellung Die Dresdner Bildhauerschule von Ernst Rietschel bis heute zu sehen.

Ausgehend von dieser Präsentation soll für ein interessiertes Publikum eine interdisziplinäre Erforschung der Dresdner Bildhauertraditionen – und das heißt immer auch: von Brüchen und Konfliktlinien – initiiert werden. Die damit verbundenen Innovationen und Geltungskämpfe sollen in Zusammenarbeit der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, der Hochschule für Bildende Künste (HfBK) sowie kunstgeschichtlicher und kunstsoziologischer Bereiche der Technischen Universität Dresden rekonstruiert werden. Als Hintergrund mag man an die bedeutende Geschichte der Skulpturensammlung in ‚Augusteischer Zeit‘ denken, welche ja sogar den später sprichwörtlichen Vergleich Dresdens mit Florenz begründet hat.

Als Auftakt findet am 25. September 2021 von 11 – 19 Uhr ein Kolloquium in Pirna statt zum Thema Dresdner Bildhauerei vom 19. bis in das 21. Jahrhundert. Es vermag eine Brücke zwischen der Exposition und den geplanten Forschungen zu bilden, indem es einerseits die damit abgeschlossene Ausstellung resümiert und zugleich die zukünftigen Forschungsperspektiven fördert.

 


Löwin von Kristof Grunert
Löwin von Kristof Grunert

Programm:

Führung im Skulpturensommer – Kristof Grunert, Bildhauer und künstlerischer Mitarbeiter in der HfBK

Pause mit kleinem Imbiss: 12:15 – 13 Uhr
Beginn der Vorträge in der Stadtbibliothek Pirna: 13 Uhr

Einführung und Vorstellung der ReferentInnen – Christiane Stoebe, Ausstellungskuratorin Persönliche Anmerkungen zu Ernst Rietschel – Dr. med. Ulrich Schumann, Ururenkel von

Ernst Rietschel

Johannes Schilling und seine Schüler – Heiko Weber, Museologe und ehemaliger Direktor der Museen Mittweida

Karl Albiker und seine Zeit – Daniela Maier, Kunstwissenschaftlerin und Museumsleiterin Ettlingen

Eugen Hoffmann und die neue Sachlichkeit – Prof. Helmut Heinze, Bildhauer und Professor em. an der HfBK

Karl Albiker und Eugen Hoffmann 1946 an der Hochschule für bildende Künste Dresden – Prof. Rainer Beck, HfBK Dresden

Junge Bildhauerkunst der DDR – Bildhauerei in Dresden zwischen 1950 und 1990 – Astrid Nielsen, Kunstwissenschaftlerin und Konservatorin, Albertinum/Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Skulptur, hier und jetzt! Sechs plastische Positionen aus Dresden: Klaus Schwabe, Detlef Reinemer, Klaus-Michael Stephan, Ursula Sax, Martin Honert, Barbara Wille – Dr. Teresa Ende, freie Kunstwissenschaftlerin in Dresden

Teilnahmegebühr: 25,00 €
Anmeldung über die Online-Anmeldefunktion unter www.pirna.de/skulpturensommer oder per E-Mail an kultur@pirna.de



weitere Fotos von Steinfeldt unter: https://justussteinfeldt-photography.de/skulpturensommer-pirna-2019

Vergangene

Skulpturenwinter 2019 Varkaus

Hans Wimmer, Zirkuspferd
Hans Wimmer, Zirkuspferd

Skulpturensommer 2019 Pirna/Decin

 Annette Jahns neben der Sandsteinskulptur von Bachmann
Annette Jahns neben der Sandsteinskulptur von Bachmann

Das Tier - Sinnbild des Göttlichen, mit Werken der KünstlerInnen:

August Gaul, Gerhard Marcks, Hans Wimmer, Heinrich Drake, Gustav Weidanz, Heinz Theuerjahr, Vincenc Vingler, Hans Martin Ruwoldt, Klaus Kütemeier, Helmut Heinze, Gunther Bachmann, Anna Franziska Schwarzbach, Hans Scheib, Monika Jung, Kristof Grunert, Taru Mäntynen, Matthias Garff, Ingrid Baumgärtner, Matthias Jackisch, Sibylle Schwarz, Peer Oliver Nau, Emerita Pansowová, Sabina Grzimek, Sophie Natuschke, Irena Armutidisová, Petr Holeček, Paulina Skavová, Jan Hendrych, Petra Graupner, Olav Stoy, Jussi Mäntynen, Jan Hendrych, Jan Lauda, Matous Lipus,..

 DieAusstellung, zeigt zum ersten Mal in Pirna und Decin die große Formenvielfalt des Tieres in der Skulptur der beginnenden Moderne bis heute. Sie widmen wir August Gaul zu seinem 150. Geburtstag. Er, der mit Käthe Kollwitz und Ernst Barlach eng befreundet war wollte die Natur nicht pedantisch imitieren, sondern das Typische und ihren seelischen Kern festhalten. Damit prägte er im Kreis von Max Liebermann und Paul Cassirer am Anfang des letzten Jahrhunderts eine Kunstauffassung, die sich vom Historismus und Repräsentationsbedürfnis der Kaiserzeit loslöste. Diesem Anliegen sind wir nachgegangen, beim Aussuchen der Tierskulpturen, die allesamt aus der Liebe zum Tier und seiner Gestalt entstanden sind. 

unter dem Stichwort:  Skulpturensommer Pirna TV  finden sie Filme zu der Ausstellungsreihe


Skulpturensommer 2018

Hurra ich bin ein Schulkind von Hans Scheib
Hurra ich bin ein Schulkind von Hans Scheib

 

Spiel, Symbol und Fest/ Hans Scheib

6. Mai bis 30. September 2018

Das Kunstschöne ist keinem fremden Zweck untertan, weil es ein für sich bestehendes Ganzes ist. Sie lädt zu uns ein, bei ihr zu verweilen, sie ist der erfüllte Augenblick.

Karl Philipp Moritz 1788 aus den ästhetischen  Schriften: Über die bildende Nachahmung des Schönen.

 

Skulpturensommer 2017

Portrait von Käthe Kollwitz / Leihgabe Gerhard Hauptmannhaus
Portrait von Käthe Kollwitz / Leihgabe Gerhard Hauptmannhaus

Zu Ehren von Käthe Kollwitz/ mit Werken von Käthe Kollwitz, Ernst Barlach, Gustav Seitz, Will Lammert, Fritz Crämer und Zeitgenossen aus Tschechien,Finnland und Deutschland

Mai bis 30. September in Pirna und Decin

 

Skulpturensommer 2016

Kind und Tod von Marguerita Blume Cardenas
Kind und Tod von Marguerita Blume Cardenas

Wahlverwandtschaft/ mit Werken von  Gerhard Marcks, Richard Scheibe, Waldemar Grzimek, Christian Höpfner und Marianne Höpfner

Mai bis September 2016

 

Skulpturensommer 2015

Begegnung / mit Werken von 28 BildhauerInnen aus den Partnerstädten

Mai bis September  in Pirna und Decin 

Skulpturensommer 2014

S(tr)andstein / Matthias Jackisch 

Skulpturensommer 2013

Fragen verboten - zum Jubiläum von Richard Wagner



Presse

 

 

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Skulpturensommer Pirna – ein kostbarer E
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